Alant
Inula helenium

Leitbezug
Atemwege, Lunge, Verdauung
Pflanzenqualität
wärmend, schutzgebend, schleimhautpflegend, sekretlösend
Körperliche Anwendung
Alant wird traditionell zur Begleitung der Atemwege eingesetzt, besonders in der kühlen Jahreszeit.
Er unterstützt Schleimhäute und Bronchien, erleichtert das freie Durchatmen und wirkt regulierend bei Belastungsgefühlen im Brustraum.
Auch im Verdauungssystem fördert Alant Wärme, Entspannung und ein harmonisches Bauchgefühl.
Psychische & emotionale Qualität
Alant schafft Weite, Ruhe und das Gefühl, seelisch wieder durchatmen zu können.
Er löst innere Enge, beruhigt nervliche Überreizung und fördert das Gefühl innerer Stabilität.
Seine Signatur steht für Schutz, Licht und eine klare, aufgerichtete innere Haltung.
Alant – Botanik
- Familie: Korbblütler (Asteraceae)
- Wuchsform: ausdauernde, stattliche Staude; 100–200 cm hoch
- Blätter: groß, oval, unterseits filzig-weißgrau behaart
- Blüten: leuchtend gelb, strahlend, bis 8 cm Durchmesser – typische Korbblüte
- Blütezeit: Juli bis September
- Früchte: Achänen mit Pappus (Haarschopf zur Windverbreitung)
- Wurzel: kräftig, rübenartig, aromatisch duftend
Vorkommen & Standort
Inula helenium stammt ursprünglich aus Zentralasien und dem östlichen Mittelmeerraum, ist aber seit Jahrhunderten in ganz Europa eingebürgert. Die Pflanze wächst auf frischen, nährstoffreichen und tiefgründigen Böden – bevorzugt an Bachufern, Waldrändern und auf feuchten Wiesen. Sie liebt sonnige bis halbschattige Lagen und erreicht an guten Standorten beeindruckende Wuchshöhen.
Besondere Inhaltsstoffe
Die Alantwurzel ist reich an Inulin (bis 44 % in der Herbstwurzel), einem präbiotischen Polysaccharid, sowie an ätherischem Öl. Letzteres enthält als zentrale Wirkstoffe die Sesquiterpenlactone Alantolacton und Isoalantolacton (früher als „Helenin“ zusammengefasst) sowie Triterpene und Phytosterole.
Die Wurzel des Alants wird traditionell zur Unterstützung der Schleimlösung in den Atemwegen verwendet. Zu ihren charakteristischen Inhaltsstoffen zählen die Sesquiterpenlactone Alantolacton und Isoalantolacton. Aufgrund ihres hohen Sensibilisierungspotenzials ist bei Korbblütler-Allergie Vorsicht geboten!
Tradition & Geschichte
Alant zählt zu den ältesten Heilpflanzen Europas. Bereits bei Hippokrates und Dioskurides ist er als Atemwegs- und Magenmittel überliefert. Im Mittelalter galt er als „Wunderkraut“ gegen Schwindsucht und Husten. Sein lateinischer Artname helenium soll sich auf Helena von Troja beziehen – der Legende nach entstand die Pflanze aus ihren Tränen.
Mögliche Verwechslung
Eine Verwechslung des Alants mit anderen großwüchsigen, gelb blühenden Korbblütlern ist möglich, jedoch aufgrund der markanten Blattform und der kräftigen Wurzel meist vermeidbar. Für die seine Nutzung sollte dennoch auf eine sichere Bestimmung geachtet werden.
Spannend zu wissen
Alant war im Mittelalter so bedeutend, dass er in Klostergärten als feste Größe galt. Wegen ihres aromatischen, leicht bitteren Geschmacks wurde die Wurzel früher auch kandiert (als magenstärkendes Konfekt) gegessen oder zu „Alantwein“ (dem berühmten Vinum Helenites) angesetzt. Der Begriff „Inulin“ (heute als Präbiotikum bekannt) leitet sich direkt vom Gattungsnamen Inula ab, da der Stoff 1804 erstmals in der Alantwurzel entdeckt wurde.
Events & Community
Dort, wo Wissen auf Begegnung trifft
Wachse über dich hinaus
Mit neuem Wissen und Inspiration
Verpasse keine News, Kurse oder Webinare – melde dich jetzt für den LIFE LIGHT® Akademie Newsletter an und bleibe immer auf dem neuesten Stand.





