Kapland-Pelargonie

Pelargonium sidoides

Zahlreiche Blüten der Kapland-Pelargonie und ihre Blätter in Nahaufnahme.

Leitbezug

Atemwege, Immunsystem, Schleimhäute

Pflanzenqualität

lindernd, auswurffördernd, stärkend, klärend

Traditionelle körperliche Anwendung

Die Kapland-Pelargonie ist traditionell bekannt als pflanzliche Begleitung für ein freies Atemgefühl und zur Unterstützung der natürlichen Abwehrkräfte. Außerdem wird sie zur Förderung der Schleimlösung und der Regeneration der Atemwegsschleimhäute eingesetzt. Sie begleitet den Organismus in Phasen erhöhter Belastung des Atemtraktes.

Psychische & emotionale Qualität

Sie stärkt Zuversicht und innere Stabilität in Zeiten körperlicher Schwäche.
Kapland-Pelargonie fördert Klarheit, erleichtert das „Durchatmen“ und unterstützt emotionale Resilienz.
Ihre Signatur steht für Aufrichtung, Schutz und innere Kraft.

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Inhaltsstoffe
  • Bitterstoffe
  • Flavonoide & Antioxidantien
  • Gerbstoffe
Anwendungsbereiche
  • Abwehrkräfte & Immunsystem
  • Atemwege & Bronchien
  • Verdauung, Magen & Darm
Pflanzentypen
  • Wildkräuter
  • Wurzeln & Rhizome
Elemente
  • Äther
  • Luft

Kapland-Pelargonie – Botanik

  • Familie: Storchschnabelgewächse (Geraniaceae)
  • Wuchshöhe: ausdauernde, krautige Staude mit Rosette, meist 20–50 cm hoch
  • Blüten: klein, dunkel-purpurrot bis fast schwarzrot, mit fünf schmalen
  • Blütenblättern, in doldigen Blütenständen
  • Blütezeit: in der Heimat je nach Standort über weite Teile des Jahres
  • Blätter: herzförmig, samtig weich behaart, langgestielt, aromatisch, in einer grundständigen Rosette
  • Wurzel: kräftige, dunkelrotbraune, knollig verdickte Wurzeln – der arzneilich genutzte Pflanzenteil

Vorkommen & Standort

Die Kapland-Pelargonie stammt aus dem südlichen Afrika, vor allem aus Südafrika und Lesotho. Sie wächst dort in Grasland und offenen Savannen auf sandig-steinigen, gut durchlässigen Böden in sonniger Lage. Als Pflanze sommerfeuchter, wintertrockener Regionen ist sie an Trockenphasen angepasst. Wegen der hohen Nachfrage wird zunehmend auf kontrollierten Anbau gesetzt, um Wildbestände zu schonen.

Besondere Inhaltsstoffe

Charakteristisch für die Wurzel sind Cumarine (darunter das seltene Umckalin) sowie Gerbstoffe wie Proanthocyanidine und Gallussäure-Derivate. Diese Kombination gilt als kennzeichnend für den Extrakt. Der bekannte Spezialextrakt aus der Wurzel trägt die Bezeichnung EPs 7630 und ist einer der am besten untersuchten Pelargonium-Auszüge.

Tradition & Geschichte

In der südafrikanischen Volksmedizin der Zulu und Basotho ist die Wurzel unter Namen wie „Umckaloabo“ traditionell verankert und wurde bei Atemwegs- und Hustenbeschwerden genutzt. Um 1900 brachte der Engländer Charles Henry Stevens die Pflanze nach Europa und vermarktete sie – die Bezeichnung „Umckaloabo“ leitet sich aus den Zulu-Wörtern für schwere Hustenerkrankungen ab.

Mögliche Verwechslungen

Als kultivierte, klar definierte Arzneipflanze besteht in Europa praktisch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildpflanzen. Botanisch besteht Verwechslungsmöglichkeit mit der sehr ähnlichen Schwesterart Pelargonium reniforme, die teils vermischt gehandelt wird. Die bekannten Zier-„Geranien“ auf Balkonen sind zwar verwandt, unterscheiden sich aber deutlich in Blüte, Wuchs und Wurzel.

Spannend zu wissen

Ihre Europa-Karriere verdankt die Wurzel der Kapland-Pelargonie einem Engländer, der sich um 1900 in Südafrika von ihr behandeln ließ und sie anschließend in England vermarktete.
Botanisch bemerkenswert: Die echte Kapland-Pelargonie gehört wie die beliebten Balkon-Pelargonien zur Gattung Pelargonium, unterscheidet sich aber deutlich in Wuchs, Blüte und genutztem Pflanzenteil (die dunkelrote Wurzel ist der Wirkstoffträger) nicht zu verwechseln mit den sog „Geranien“ (Pelargonium-Hybriden).

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