Kollagen

Kollagenpulver im Messlöffel wird in Glas Wasser geschüttet vor beigem Hintergrund

Was ist Kollagen und warum ist es wichtig?

Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen Körper und macht etwa 30% der Gesamtproteinmenge aus. Es bildet die strukturelle Grundlage für zahlreiche Gewebe, darunter Haut, Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpel, wo es für Festigkeit, Elastizität und Formstabilität sorgt. Kollagen besteht aus langen, faserartigen Ketten, die in einer Helix-Struktur angeordnet sind. Die Hauptbestandteile dieser Ketten sind die Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxyprolin, die dem Kollagen seine außergewöhnliche Zugfestigkeit und Widerstandsfähigkeit verleihen.

Im Bindegewebe bildet Kollagen ein Netzwerk, das Zellen stützt und das Gewebe vor mechanischen Belastungen schützt. In der Haut sorgt es für Straffheit und Elastizität, während es in Knochen und Knorpel maßgeblich zur Stabilität und Flexibilität beiträgt. Auch Blutgefäße, Zähne und die Hornhaut des Auges enthalten Kollagen. Die körpereigene Kollagenproduktion erreicht ihren Höhepunkt im jungen Erwachsenenalter und nimmt ab etwa Mitte 20 langsam ab. Dies führt zu natürlichen Alterungserscheinungen wie Faltenbildung, schlaffer Haut, einer Abnahme der Knochendichte sowie einer erhöhten Anfälligkeit der Gelenke. Faktoren wie UV-Strahlung, Rauchen oder eine schlechte Ernährung können den Kollagenabbau zusätzlich beschleunigen.

Kollagentypen im Körper:

Es gibt über 20 verschiedene Kollagenarten, die im Aufbau des Körpers unterschiedliche Rollen spielen. Zu den häufigsten Kollagentypen zählen jedoch Kollagen-Typ 1, -Typ 2 sowie -Typ 3.

  • Typ 1: Haut, Knochen, Sehnen, Bänder (Haupttyp, 90 % des Kollagens im Körper)
  • Typ 2: Knorpel, Gelenke, Glaskörper des Auges
  • Typ 3: Elastisches Gewebe (Haut, Blutgefäße, innere Organe)
  • Typ 4: Basalmembranen (Filterstrukturen in Organen)
  • Typ 5 & 11: Seltener, in Haaren, Hornhaut und Knorpelmatrix
DSC06246_Portrait2
Nicole WopfnerFachredaktion
Beitrag teilen:

Funktionen im Körper

  • Strukturprotein für Bindegewebe (Haut, Sehnen, Bänder)
  • Unterstützung der Gelenkfunktion und Knorpelstruktur
  • Beitrag zu Stabilität und Elastizität von Blutgefäßen
  • Unterstützung der Wundheilung

Natürliche Quellen

  • Kollagenreiche Fleischstücke (Sehnen, Knochen, Haut)
  • Knochenbrühe
  • Gelatine (teilweise hydrolysiertes Kollagen)
  • Kollagenhydrolysat (vollständig hydrolysiert, besser bioverfügbar)

Bedarf

Keine offizielle Referenzmenge bekannt. Bedarf steigt bei Hautalterung, Gelenkbeschwerden, Verletzungen, Sport, Bindegewebsschwäche.

Anzeichen für zusätzlichen Bedarf:

  • Hauterschlaffung, Faltenbildung
  • Gelenkbeschwerden
  • Verzögerte Wundheilung

Anwendung

Formen, Verbindungen, Darreichungsformen:

  • Kollagenhydrolysat (Peptide, gut bioverfügbar): Kollagen wird in Form von Kollagenhydrolysat bevorzugt. Während natürliches Kollagen im Ausgangszustand wasserunlöslich und für den menschlichen Verdauungstrakt kaum verwertbar ist, handelt es sich beim Kollagenhydrolysat um eine spezielle, enzymatisch aufgeschlossene Form. Durch diesen Herstellungsprozess wird das Kollagen in kleinere Peptide zerlegt, die wasserlöslich und besonders gut verdaulich sind. Kollagenhydrolysat kann nach oraler Einnahme zu über 90% schnell vom Körper aufgenommen und effektiv für den Aufbau und Erhalt von Haut, Bindegewebe und Gelenken genutzt werden.
  • Natürliche Kollagenquellen: Kollagen wird meist aus Rind (bovines Kollagen) oder Fisch (Meereskollagen) Rinderkollagen stammt vor allem aus Haut, Knochen und Knorpel und enthält überwiegend die Typen 1 und 3 (Haut) sowie Typ 2 (Gelenkknorpel). Es ist preisgünstig, weit verbreitet.

Meereskollagen wird u. a. aus Fischschuppen gewonnen, enthält hauptsächlich die Typen 1 und 2 und ist wegen seines niedrigen Molekulargewichts besonders gut bioverfügbar. Beide Formen werden häufig in Anti-Aging-Produkten eingesetzt, wobei Meereskollagen durch seine bessere Aufnahme vom Körper besonders effektiv für Haut und Gewebeaufbau ist.

 

Verzehrsempfehlung und Hinweise:

  • Kollagen am besten in Wasser, Saft oder Joghurt einrühren und verzehren
  • Empfehlenswert ist die Einnahme über mehrere Wochen
  • Dosierung richtet sich nach Anwendungsziel (z.B. Haut, Gelenke)
  • Für eine bessere Aufnahme ist eine Kombination mit Vitamin C sinnvoll

Health claim

Für Kollagen sind in der Europäischen Union laut Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 keine gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) zugelassen. Aber der Health claim für Vitamin C spielt hier eine wichtige Rolle:

 

  •  Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut, Knochen, Knorpel und Blutgefäße bei.

Fragen & Antworten

1. Welche Aufgaben erfüllt Kollagen im Körper?
Als wichtigstes Strukturprotein verleiht es Haut, Knochen, Bindegewebe und Gelenken Festigkeit, Stabilität und Elastizität.

2. Gibt es Unterschiede zwischen Kollagen-Typen?

Ja, Typ I (Haut, Knochen) und Typ II (Gelenke, Knorpel) sind die wichtigsten für Nahrungsergänzung.

3. Ist Kollagen vegan?

Nein, Kollagen stammt aus tierischen Quellen – vegane Kollagen-Booster basieren auf Aminosäuren und Pflanzenstoffen. Allerdings gibt es einen vegetarischen Kollagen-Komplex aus der Eierschalenmembran.

4. Warum wird häufig Kollagenhydrolysat verwendet?
Durch enzymatische Aufspaltung in kleinere Peptide wird Kollagen leichter verdaulich und kann effizienter in körpereigene Strukturen eingebaut werden.

Wachse über dich hinaus

Mit neuem Wissen und Inspiration

Verpasse keine News, Kurse oder Webinare – melde dich jetzt für den LIFE LIGHT® Akademie Newsletter an und bleibe immer auf dem neuesten Stand.

lifelight-home-newsletter