Resveratrol

Ein Glas mit Beeren vor einem Hintergrund aus frischen Beeren und Rotwein sowie Resveratrol Kapseln

Was ist Resveratrol und warum ist es wichtig?

Resveratrol ist ein polyphenolisches Stilben, das vor allem in Trauben, Beeren und im Japanischen Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum) vorkommt. Resveratrol gilt als potentes Antioxidans mit Effekten auf Entzündung, Gefäßfunktion, Stoffwechsel und Zellschutz.

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Nicole WopfnerFachredaktion
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Hauptinhaltsstoffe

  • Resveratrol (trans-Resveratrol, biologisch aktivere Form)
  • Cis-Resveratrol (geringere biologische Aktivität)
  • Begleitstoffe in Extrakten: weitere Polyphenole, Anthocyane

Funktionen der Inhaltsstoffe

  • Antioxidativ: Hemmung von Lipidperoxidation, ROS-Abfang
  • Antiinflammatorisch: Hemmung NF-κB, COX, proinflammatorische Zytokine ↓
  • Gefäßschutz: NO-Bildung ↑, Endothelfunktion verbessert
  • Stoffwechsel: Verbesserungen Insulinsensitivität und Lipidprofil in Pilotstudien
  • Zellschutz/Langlebigkeit: Aktivierung von Sirtuinen (SIRT1) – diskutiert in präklinischen Modellen

Herkunft und Vorkommen

  • Trauben (v. a. Schale, Kerne)
  • Beeren (Heidelbeere, Cranberry, Maulbeere)
  • Japanischer Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum) – wichtigste Quelle für NEM

Zubereitung

  • Kapseln/Tabletten
  • Extrakte aus Polygonum cuspidatum

Verwendung

Traditionelle Einsatzgebiete

Resveratrol-haltige Pflanzen (v. a. Trauben, Maulbeeren, Polygonum cuspidatum) wurden traditionell als Tonikum und für die Gefäßgesundheit genutzt.

  • Traditionell in der asiatischen Medizin zur Durchblutungsförderung
  • Volksmedizinisch bei Herz-Kreislauf- und Leberbeschwerden

Wissenschaft & Studien (Kurzüberblick)

Resveratrol wurde in Studien v. a. in den Bereichen Gefäßfunktion, Stoffwechsel (Diabetes), kognitive Leistung und Entzündung untersucht.

  • Gefäßgesundheit: Verbesserung der Endothelfunktion (FMD ↑)
  • Stoffwechsel: bessere Insulinsensitivität und Lipidprofil
  • Kognition: verbesserte Gedächtnisleistung bei älteren Erwachsenen
  • Entzündung: Reduktion von CRP und TNF-α in Interventionsstudien

Wichtige Referenzen

  • Wong RHX. et al. Resveratrol improves vascular function in overweight adults: RCT. J Hypertens. 2011.
  • Timmers S. et al. Calorie restriction-like effects of resveratrol in obese humans. Cell Metab. 2011.
  • Witte AV. et al. Resveratrol improves memory performance and hippocampal connectivity. J Neurosci. 2014.
  • Hausenblas HA. et al. Resveratrol supplementation and inflammation: meta-analysis. Nutr Rev. 2015.
  • Godos J. et al. Resveratrol and cardiovascular health: review of RCTs. Front Pharmacol. 2024.

Hinweise

  • Einnahmeempfehlung: meist 100–300 mg/Tag
  • Sicherheit: allgemein gut verträglich; Nebenwirkungen: GI-Beschwerden, Kopfschmerzen
  • Health-Claims: keine zugelassenen Claims für Resveratrol
  • Kommission E / ESCOP: keine Monographien zu Resveratrol

Fragen & Antworten

  1. Was ist Resveratrol?
    Resveratrol ist ein pflanzliches Polyphenol und ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Gruppe der Stilbene. Es wirkt stark antioxidativ und wird häufig mit Zellschutz, Herz-Kreislauf-Gesundheit und gesundem Altern in Verbindung gebracht.
  2. In welchen Lebensmitteln findet man Resveratrol?
    Es kommt vor allem in Traubenschalen, Rotwein, Beeren und Erdnüssen vor sowie im japanischem Knöterich und wird oft mit dem natürlichen Schutzmechanismus der Pflanzen in Verbindung gebracht.
  3. Warum ist Resveratrol in der Forschung interessant?
    Aufgrund seiner speziellen chemischen Struktur und pflanzlichen Herkunft.

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