Nährstoffe / Pflanzen / Gerstengras

Gerstengras

Hordeum vulgare

Zwei kleine, mit Schnur gebündelte Büschel frisches grünes Gerstengras auf einem rustikalen Holzbrett.

Was ist Gerstengras warum ist es wichtig?

Gerstengras bezeichnet die jungen grünen Triebe der Gerstenpflanze (Hordeum vulgare). Gerstengras ist reich an Chlorophyll, Polyphenolen, Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen. Es wird traditionell als Vitalstoffquelle und antioxidative Unterstützung eingesetzt.

DSC06246_Portrait2
Nicole WopfnerFachredaktion
Beitrag teilen:

Hauptinhaltsstoffe

  • Chlorophyll
  • Polyphenole (z. B. Saponarine, Lutonarin)
  • Flavonoide und Phenolsäuren
  • Vitamine: C, E, K, B‑Vitamine
  • Mineralstoffe: Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Zink
  • Enzyme: Superoxiddismutase (SOD), Katalase

Funktionen der Inhaltsstoffe

  • Chlorophyll: antioxidative und entgiftungsunterstützende Eigenschaften (präklinisch).
  • Polyphenole/Flavonoide: antioxidativ, entzündungshemmend, gefäßschützend (präklinische Daten).
  • SOD/Katalase: enzymatische Radikalfänger, Beitrag zur antioxidativen Kapazität.
  • Mikronährstoffe: tragen zu normalen physiologischen Funktionen bei (z. B. Immunsystem, Energiestoffwechsel).

Herkunft und Vorkommen

Junge Triebe der Gerste (Hordeum vulgare),
Anzucht der Sprossen, Ernte vor dem Schossen, Trocknung und Vermahlung

Zubereitung

  • Pulver (z. B. zum Anrühren in Flüssigkeit oder Smoothies)
  • Kapseln/Tabletten mit Gerstengraspulver
  • Saftpulver (Spray‑ oder Gefriertrocknung von Presssaft)

Verwendung

Traditionelle Einsatzgebiete

Traditionell wird Gerstengras als allgemein vitalisierendes Tonikum eingesetzt. In asiatischen Kulturen gilt es als Mittel zur Förderung von Energie, Verdauung und innerer Reinigung.

  • Unterstützung der Vitalität und allgemeinen Leistungsfähigkeit
  • Traditionell als „Reinigungstonikum“ für Blut und Verdauung
  • Ergänzung zur Versorgung mit Mikronährstoffen

 

Wissenschaft & Studien (Kurzüberblick)

Für Gerstengras liegen erste klinische Studien vor, die antioxidative, lipidsenkende und immunmodulatorische Effekte zeigen.

  • Hinweise auf Verbesserung antioxidativer Marker (SOD‑Aktivität, Lipidperoxidation ↓)
  • Senkung von Gesamt- und LDL‑Cholesterin nach mehrwöchiger Einnahme von Gerstengrassaftpulver
  • Linderung von Symptomen bei Colitis ulcerosa mit Gerstengrassaftpulver (im Rahmen kleiner RCTs)

Wichtige Referenzen

  • Murakami T. et al. Effects of young barley leaf powder on serum lipids. Jpn J Med. 2002;41(5):–.
  • Kawashima A. et al. Effects of young barley grass powder on antioxidant status. J Nutr Sci Vitaminol. 2003;49:163‑168.
  • Kawashima A. et al. Young barley leaf extract in ulcerative colitis: pilot clinical trial. Phytother Res. 2003;17(6).

Hinweise

  • Einnahmeempfehlung: meist 2–6 g Pulver/Tag oder entsprechend Kapseln/Tabletten
  • Sicherheit: in üblichen Dosierungen gut verträglich; selten GI‑Beschwerden (Blähungen, weicher Stuhl)
  • Interaktionen: keine klinisch relevanten Interaktionen bekannt
  • Health‑Claims (EU‑VO 1924/2006): keine zugelassenen Claims für Gerstengras
  • Kommission E: keine Monographie vorhanden
  • ESCOP: keine Monographie vorhanden

Fragen & Antworten

  1. Was ist Gerstengras?
    Gerstengras sind die jungen, grünen Triebe der Gerstenpflanze.
  2. Warum wird Gerstengras oft als „grünes Vitaltonikum“ bezeichnet?
    Es enthält Chlorophyll, Enzyme, Polyphenole sowie zahlreiche Mikronährstoffe – eine Kombination, die oxidativen Stress reduziert und vitalisierend wirken kann.
  3. Unterstützt Gerstengras auch den Fettstoffwechsel?
    Ja – klinische Daten zeigen Senkungen von Gesamt- und LDL-Cholesterin nach mehrwöchiger Ein-nahme.

Wachse über dich hinaus

Mit neuem Wissen und Inspiration

Verpasse keine News, Kurse oder Webinare – melde dich jetzt für den LIFE LIGHT® Akademie Newsletter an und bleibe immer auf dem neuesten Stand.

lifelight-home-newsletter